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Geboren 1964 in Lübeck kam ich mit zwei Jahren in meine oberfränkische Heimat in der Nähe von Kronach.

Durch die Kriegsverletzung meines Opas (Beinamputation) und dem Beruf meiner Patentante (Bandagistin) kam ich sehr früh mit diesem Berufsbild in Kontakt.

Nach einem Praktikum im Sanitätshaus in Kronach  konnte ich, nach dem qualifizierenden Hauptschulabschluss, in diesem meine Lehre als Bandagist 1980 beginnen.

1983 schloss ich diese mit der Gesellenprüfung erfolgreich ab.

Da ich bereits damals fest entschlossen war die Meisterprüfung abzulegen, meldete ich mich freiwillig zur Bundeswehr in Nürnberg um "keine Zeit zu verlieren".

Nach der Grundausbildung konnte ich mich im Rahmen meines Einsatzgebietes im Sanitätsdienst weiterbilden und verlies die Bundeswehr 1985 mit der bronzenen Bataillonsehrennadel.

Danach arbeitete ich wieder im Sanitätshaus in Kronach, bevor ich 1987 bis 1989 in verschiedenen Sanitätshäusern / Orthopädiebetrieben arbeitete. Hier konnte ich mein Fachwissen auf fast alle Bereiche der Orthopädie erweitern. Ein dreimonatiger Ausflug in die Industrie ergänzte dies sinnvoll.

1989 war der Drang nach einer anderen Umgebung groß. Nach zwei Annoncen in der Fachzeitschrift konnte ich quer durch das Bundesgebiet aus ca. 140 Sanitätshäusern auswählen.

Aus all diesen Bewerbern entschied ich mich 1990 für ein Sanitätshaus in Freiburg (auch schon wegen der Schönheit dieser Stadt).
Das dies zu den wenigen Häusern gehörte, das lymphologische Patienten versorgte, wurde mir erst bewusst als ich dort anfing.

Aus heutiger Sicht war dies ein beruflicher Glückstreffer.

In Freiburg wurde auch meine Tochter und mein erster Sohn geboren.

Von Mai 1990 bis Juni 1991 besuchte ich im Wochenendkurs, die Meisterschule in Mannheim, welche ich mit Erfolg als  Bandagistenmeister beendete.

1996 wechselte ich nach Diez/Lahn, wo es durch die Zusammenarbeit mit einem phlebologischen Arzt in Friedberg/Hessen zu den wahrscheinlich nennenswertesten Erneuerungen in der lymphologischen Therapiekette kam.

In Diez/Lahn erblickte dann mein jüngster Sohn das Licht der Welt.
       Leider mussten wir  von  ihm  am  19.09.2015, im  Alter von  nur 18 Jahren, nach einem tragischen
       Unfall schweren Herzens Abschied nehmen.

Bis 2003 versorgte ich lymphologische Patienten im Großraum Frankfurt, Darmstadt, Gießen, Aschaffenburg. Mit zirka 1700 Versorgungen jährlich war dies zu diesem Zeitpunkt die ambulante Hochburg in Deutschland.

Nach einer gesundheitlich bedingten Auszeit von drei Monaten konzentrierte ich mich von Ende 2003 bis 2006 hauptsächlich auf die Weiterbildung von Kollegen aus der Sanitätshausbranche.

Nach meinem Umzug 2005 in meine fränkischen Heimat , ist meine Arbeit in der Lymphologie bis heute in die drei Teile  praktisches Abmessen, der Weiterbildung / Zertifizierung und dem berufspolitischen Aufgaben gegliedert.

René Gatzenberger
2018